No Pants Subway Ride – Presse

Danke für Ihr Interesse an dem No Pants Subway Ride in Berlin. Um Ihre Arbeit zu erleichtern und die Durchführung der Fahrt nicht zu sehr zu beeinflussen. haben wir an dieser Stelle Informationen und Hinweise rund um den NPSR zusammengestellt. Darüber hinaus möchten wir auf die Presseinformationen von Improv Everywhere, den Initiatoren dieser Veranstaltung, verweisen.

Fakten

Informationen und einen ungefähren Ablaufplan der Fahrt finden Sie im Blogpost. Einen detaillierteren Ablaufplan und weitere Infos geben wir Ihnen gerne auf Nachfrage. Hierzu können Sie unser Kontaktformular nutzen.

Die Erklärung

Der „No Pants Subway Ride“ (oder kurz „NPSR“) ist ein jährliches, weltweites Event von Improv Everywhere, welches 2002 zum ersten Mal in New York stattfand. Es findet immer Anfang Januar statt, denn im Sommer würde es kaum auffallen, dass die Teilnehmer keine Hosen anhaben. Wo bliebe denn da der Spaß? Das Ganze ist als ein lustiges Schauspiel in der Öffentlichkeit angedacht, an dem jeder teilnehmen kann. Es soll andere Fahrgäste zum Schmunzeln bringen und daher zufällig – eventuell wie improvisiertes Straßentheater – wirken und nicht nach dem Motto „Wir sind cool, weil wir ohne Hosen in der U-Bahn sind“ oder als eine bloße Feierei eines selbst. Wir möchten niemanden provozieren, weshalb wir auf den Verzicht von zu knapper Unterwäsche aufrufen.

Den Begriff „Flashmob“ mögen wir im Zusammenhang mit dem NPSR nicht so sehr. Fotos und das Video vom letzten Jahr aus Berlin können Sie auf diesem Blog finden. Außerdem haben Improv Everywhere eine spezielle Seite zum NPSR.

Generelle Informationen

  • Der 17. No Pants Subway Ride findet am Sonntag den 7.1.2018 in New York und über 60 Städten weltweit statt. – In den letzten Jahren waren unter anderem Sydney, London, Berlin, Paris, Shanghai und Mexiko Stadt darunter.
  • Improv Everywhere hat den ersten No Pants Subway Ride 2002 in New York vollführt.
  • Im letzten Jahr haben ca. 4000 Personen in New York und viele weitere Tausende weltweit teilgenommen.
  • Die Initiatoren Improv Everywhere sind ein aus New York stammendes Streich-Kollektiv, welche Chaos und Freude auf öffentlichen Plätzen inszenieren („positive pranks“). Ihnen geht es bei dem NPSR darum, Andere zum Lachen zu bringen und ein Lächeln in ihre Gesichter zu zaubern. Der Gründer von Improv Everywhere bezeichnet die Veranstaltung selber als „Fest der Albernheit.“
  • Die Idee hinter dem NPSR ist simpel: die Teilnehmer benutzen mitten im Winter die U-Bahn ohne Hosen zu tragen. Dabei verhalten sie sich, als ob sie sich nicht kennen. Außer der fehlenden Hose ist ihre Kleidung nicht weiter auffällig. Sie tragen alle Winterkleidung – Mäntel, Mützen, Handschuhe, Schals.
  • Die Teilnehmer sind bunt gemischt, jeden Alters und jeden Geschlechts.
  • 2006 wurden in New York 8 Teilnehmer von der Polizei festgehalten und teils in Handschellen abgeführt. Jedoch wurden alle Anzeigen fallen gelassen. Seit 2007 begleitet ein Officer die Veranstaltung.
  • Es handelt sich bei dem No Pants Subway Ride (NPSR) nicht um den No Pants Day! Dieser findet im Mai statt und steht nicht in keinem Zusammenhang mit dieser Veranstaltung.
  • Alle Fahrten ohne Hosen an diesem Tag außerhalb von New York werden unabhängig organisiert.
  • Weitere Informationen und Geschichten rund um den NPSR und Improv Everywhere können Sie dem Buch „causing a scene“ oder dem Film „we causes scenes“ entnehmen. Natürlich können sie auch uns uns und Improv Everywhere befragen.

Der NPSR in Berlin

  • 2012 fand der erste NPSR in Berlin statt (mit ungefähr 15 Teilnehmern). Somit ist 2018 die siebente Ausgabe.
  • 2017 fuhren geschätzt 200 hosenlose Personen mit der U-Bahn. Die Zahl ist für 2016 ähnlich. 2015 waren es ca. 60 und 2014 ca. 140 Personen
  • 2010 wurde (unabhängig von den jetzigen Organisatoren) der erste Versuch gestartet, welcher jedoch auf Grund von zu viel Presse vor Ort abgesagt wurde. Dafür gab es eine Schneeballschlacht.
  • Für Berlin organisiert ein kleines Team das Ereignis, welches von „mar-mar“ unterstützt wird.

Fotos und Videos vergangener Veranstaltungen

Sie finden Fotos der letzten Jahre auf diesem Blog, gerne können Sie uns zur Nutzung der Fotos anfragen. Bitte beachten Sie jedoch, dass wir zu einem Teil nur die Veröffentlichungsrechte für diesen Webseite besitzen. Auf Anfrage schicken wir Ihnen eine Sammlung von Fotos der letzten Jahre in höherer Auflösung zu.

Videos der Fahrten gibt es auf YouTube.

Ablauf der Fahrt

Der Ablauf ist jedes Jahr ähnlich. Über Facebook und andere Plattformen erfolgt Anfang Dezember die Bekanntgabe des Termins. Später folgen einige Informationen wie die Regeln und ein grober Ablaufplan. In der Woche vor der Fahrt gibt es die letzten Infos wie Treffpunkt und Route. Der Treffpunkt ist dabei immer in der Nähe, aber nie an, einer U-Bahn-Station am S-Bahn-Ring.

Am Treffpunkt werden nochmal die wichtigsten Infos genannt, also hauptsächlich die Route und wo wir ein- und aussteigen. Außerdem werden die Teilnehmer in Gruppen eingeteilt, da zu einem nicht eine komplette U-Bahn in Beschlag nehmen möchten und zum anderen mehr Menschen an unserer Aktion teilhaben lassen wollen. Im übrigen haben die Teilnehmer noch ihre Hosen an. Generell bewegen wir uns nur zum Gruppenfoto ohne Hosen aus dem Untergrund. Wer möchte kann also immer im Warmen bleiben.

Die Gruppen gehen nacheinander zur U-Bahn und steigen ein. Auf der Strecke steigen wir ein paar mal aus und steigen in die nächste Bahn. So können wir nochmals mehr Menschen erreichen und belästigen im Ernstfall niemanden zu lange. In der Bahn und spätestens vor der ersten Station zum Aussteigen, wird sich der Hosen entledigt. Ab nun heißt mehr als zuvor in der Rolle zu bleiben.

So fahren wir einmal durch Berlin und zurück, eventuell steigen wir um oder teilen uns auf, so dass wer möchte mit der S-Bahn fahren kann. An der Weltzeituhr fotografieren uns und es geht ab zur After-Ride-Party.

Bitten & Hinweise

Wenn Sie über den NPSR berichten, oder gar „vor Ort“ daran teilnehmen möchten, wäre es freundlich, wenn Sie folgende Hinweise beachten:

Auftreten vor Ort

Wir möchten den Eindruck des Rides wahren, so wie wir ihn beabsichtigt hatten. Durch die Öffentlichkeit der Veranstaltung werden Sie automatisch ein Teil dieser und beeinflussen die Wahrnehmung und Wirkung mit. Das Vorhandensein von Fotografen/Kamerateams sehen wir dabei besonders als störend an.

Da wir den NPSR als eine Art Straßentheater sehen, ein Vergleich zum klassischen Theater: haben Sie dort einen Fotografen vor Augen, der während des Stücks auf der Bühne rumrennt? Wohl eher nicht. Sie halten sich dort wohl eher zurückhaltend im Zuschauerraum auf.

Wir Sie gerne ein, sich mit uns die Hosen auszuziehen und teilzunehmen! So können Sie als Teilnehmer die spannenderen Reportagen schreiben. Außerdem haben wir einen Spruch: „Wer nicht hier ist, um die Hose runterzulassen, ist am falschen Ort!“

Aufnahmen (Fotografie / Video)

Auf Grund der vorherigen Punkte möchten wir Sie bitten, nochmal zu überdenken, ob Sie eigenes Material über den No Pants Subway Ride benötigen. Wir dokumentieren die Fahrten selber und können Ihnen das Material gerne zur Verfügung stellen. Sollte sie dennoch eigene Aufnahmen benötigen, verzichten Sie bitte auf all zu auffälliges Equipment. Es muss nicht immer die Broadcast-Kamera sein, lieber RBB, eine D-SLR reicht auch aus. Wobei uns eine Go-Pro oder ähnlich kleine (und gerne versteckte) Kameras noch lieber sind.

Uns wäre es lieb, wenn Sie nicht zu Beginn der Fahrt dabei sind. Wir haben einen Zeitplan, wann wir bei welcher Station sein werden. In den letzten Jahren funktionierte dieser sehr genau, so dass Sie dadurch genauer planen können. Falls Sie dennoch zu dem gemeinsamen Treffpunkt erscheinen, ist es wichtig, dass sie bis zu dem Zeitpunkt, an dem sich die Teilnehmer die Hosen ausziehen, nicht erkennbar sind.

Interviews

Nochmal zum Theater. Es ist ein Stilmittel, den Protagonisten aus seiner Rolle brechen und sich in einem Monolog über seine innere Welt an das Publikum wenden zu lassen. Rennen Sie aber auf die Bühne, um ihn oder den Schauspieler zu befragen? Wohl ebenso nicht.

Teilnehmer

Die meisten Teilnehmer werden bis zum Ende mitfahren. Das Ende ist mehr oder weniger mit dem Gruppenfoto erreicht. Ab dort können Sie sich austoben. Stattfinden dürfte es wieder an der Weltzeituhr. Sollten Sie keine Möglichkeit haben, bis dahin zu warten, dann befragen Sie doch die Teilnehmer bitte unauffällig. Die Stationen, an denen wir aussteigen, bieten sich hierfür an.

Passanten

Wie heißt das schöne Wort: unauffällig. Setzen Sie sich doch daneben und reden Sie. Wie zwei normale U-Bahn-Fahrer die wegen der Beine ins Gespräch kamen. Das heißt ja nicht, dass Sie ein solches Gespräch führen müssen.

Organisatoren

Können wir gerne machen. Bitte haben Sie jedoch Verständnis, dass wir direkt vor der Fahrt nicht viel Zeit haben und eventuell noch das eine oder andere erledigen müssen. Ansonsten stehen wir Ihnen gerne Rede und Antwort.

Zuspruch, Rezeption & Statement der Berliner Organisatoren

Letztes Jahr [2017] haben geschätzt 200 Leute teilgenommen. Zuspruch ist somit vorhanden. Allerdings nicht unbedingt in der Form, wie wir es möchten. Gut die Hälfte waren 2016 entweder dabei, um sich selbst zu feiern oder ihre (Hobby) Fotokünste anzuwenden. Nicht gerade toll. Das eine nervt die normalen U-Bahn-Fahrer, zumal die Party-Gruppe für Verspätungen sorgte, das andere nervt die Teilnehmer, die wir haben möchten. Der NPSR wird somit immer mehr zur reinen Spaßaktion. Wobei er es ja ist, aber eben nicht vordergründig für einen selber. Das vergessen viele.

Die „Gründe“ hierfür überschneiden sich unseres Erachtens nach mit der Grundidee hinter den häufigsten Kritikpunkten: das wir das doch nur durchführten, um zu zeigen, wie cool wir doch wären. Das Konzept, dass man etwas für andere macht, ohne für oder gegen etwas zu demonstrieren, zu werben, o.ä. ist in Deutschland (noch) nicht angekommen. Der Kern des No Pants Subway Ride ist aber eben jener, Anderen ein Lächeln zu schenken, ohne dafür etwas zu wollen.

Zählt man das nun zusammen, ist die Frage nach dem Zuspruch schwierig zu beantworten. Er ist da, nur leider bei vielen nicht in der Form, wie wir es uns dachten. Daher gab es bereits Überlegungen, den NPSR nicht mehr durchzuführen. Es klingt spießig, aber uns fehlt die Ernsthaftigkeit bei dieser Spaßaktion gegen die deutsche Spießigkeit.

Ach und dann gibt es die immer gleichen komische-Facebook-Kommentare-Schreiber. Mein Lieblingszitat bzw. die Kommentare dazu wurden leider gelöscht. Dort wurden wir von einer Person gleichzeitig als Zeichen der NWO, Amerikanisierung und Einflussnahme durch Russland (weil FKK) bezeichnet. Das Amerikanisierungs-Kommentar gab’s heute und Arbeitergeber-Krankheit am Wochenende. Mittlerweile reagieren schon die Teilnehmer gerne mal amüsant darauf.